Pedelec, Elektro-Fahrrad, (Schweiz = Elektro-Velo), E-Bike

 

was ist was? Was ist ein Pedelec? Es gibt viele Bezeichnungen für ein Elektrofahrrad. Im Grunde ist immer das gleiche gemeint. Ein Pedelec ist zunächst ein Fahrrad, welches durch einen Elektroantrieb das pedalieren  unterstützt. Der Begriff "Pedelec" , kurz für Pedal Electric Cycle, hat sich als Bezeichnung für die Räder durchgesetzt,die zwar einen Elektromotor besitzen aber trotzdem im rechtlichen Sinn als Fahrrad gelten.

 

KTM Amparo 8 KTM e-Fun

Verkehrsrechtlich motivierte Unterscheidungen (für die Schweiz)

ACHTUNG, ab 1.5.2012 werden in der Schweiz neue Vorschriften in Kraft treten !
Die Art der Motorunterstützung wird in folgenden Kategorien unterschieden :

Leicht-Motorfahrräder:

Solche E-Bikes dürfen neu über eine Motorleistung von maximal 500 statt wie bisher 250 Watt verfügen und mit reiner Motorkraft - ohne Pedalbetätigung - maximal 20 km/h schnell sein (bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit). Mit Tretunterstützung beträgt die Höchstgeschwindigkeit weiterhin 25 km/h. Für Lenkerinnen und Lenker solcher E-Bikes  wird das Tragen eines Velohelms aus Sicherheitsgründen empfohlen, es ist aber nicht obligatorisch. Leicht-Motorfahrräder brauchen wie Fahrräder keine Zulassung und kein Kontrollschild.

Übrige Motorfahrräder:

E-Bikes mit einer Leistung zwischen 500 und 1000 Watt oder einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 20 bis 30 km/h oder einer Tretunterstützung, die auch bei einem Tempo von 25 - 45 km/h wirkt, gelten als Motorfahrräder und benötigen ein entsprechendes Kontrollschild. Für Lenkerinnen und Lenker von E-Bikes dieser Kategorie ist ab dem 1. Juli 2012 entweder das Tragen eines geprüften Velohelms (falls dank Tretunterstützung Tempo von über 25 km/h möglich ist) oder wie bisher eines geprüften Mofa-Helms (falls bauartige Höchstgeschwindigkeit über 20 km/h) obligatorisch.

Alle anderen Änderungen treten am 1.5.2012 in Kraft.

Zusammenstellung der wichtigsten Vorschriften über Zulassung und Betrieb von Elektro-Motorfahrrädern nach VST-Änderung 2012

Gegenstand

Leicht-Motorfahrräder

Motorfahrräder

Typengenehmigung

nicht erforderlich

erforderlich
Leistung Motor max. 500 Watt max. 1000 Watt
Tretunterstützung max. 25 km/h max. 45 km/h
Bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 20 km/h 30 km/h
Mindestdurchmesser Antriebsrad kein Mindestdurchmesser 0,5 Meter
Mehr als 1 Platz

nicht zulässig

ausser wenn speziell zum Transport einer behinderten Person eingerichtet

nicht zulässig
Mehr als 2 Räder zulässig nicht zulässig
Pedalantrieb nicht erforderlich erforderlich
Führersitz nicht erforderlich erforderlich
Abstellstütze nicht erforderlich nicht erforderlich
Rückspiegel nicht erforderlich erforderlich
Beleuchtung fest angebrachte Fahrradbeleuchtung Motorradbeläuchtung
Kontrollschild nicht erforderlich erforderlich
Führerausweis (mindestens) Kat.M von 14-16 Jahre,  ab 16 Jahre keinen Kat.M ab 14 Jahre
Fahrzeugausweis nicht erforderlich erforderlich
Helm nicht erforderlich Velohelm erforderlich,wenn bauartbedingte Vmax bis 20 km/h und Tretunterstützung über 25 km/h

Mofahelm erforderlich wenn bauartbedingte Vmax. über 25 km/h

nicht erforderlich wenn bauartbedingte Vmax bis 20 km/h und Tretunterstützung bis 25 km/h
Kinderanhänger zulässig zulässig
Benützung Radweg obligatorisch obligatorisch
Durchfahrt bei Verbot für Motorfahrräder zulässig zulässig mit abgeschaltetem Motor oder wenn Vmax bis 20 km/h und Tretunterstützung bis 25 km/h

Tempolimiten im Verkehr

Z.B. 30, 50, 60km/h

Bitte halten Sie alle Geschwindigkeitslimiten im Verkehr ein, auch wenn zur Zeit noch keine Bussen verteilt werden !

Praxiserfahrungen

Elektrofahrräder erreichen – je nach Leistung des Motors, des fahrenden Menschen und der Zulassung – Geschwindigkeiten von 25 km/h oder 35 km/h und mehr,was sie auf kürzeren Strecken innerorts zu den durchschnittlich schnellsten Fahrzeugen überhaupt macht.

 

Moderne Elektroräder haben heute Lithium-Ionen, Lithium-Mangan oder ähnliche Akkus, die sich im Einsatz bewähren (große Reichweite und Lebensdauer, kein Memoryeffekt, sowie viel geringeres Gewicht).

In den letzten Jahren haben in China, in westlichen Ländern bisher weitestgehend unbemerkt, E-Bikes den Individualverkehr revolutioniert. Waren vor wenigen Jahren noch Fahrräder dominant im Straßenbild chinesischer Großstädte, sind inzwischen viele Millionen E-Bikes hinzugekommen. Getrieben durch die Gesetzgebung, d.h. Zulassungsverbot für Krafträder mit Verbrennungsmotor in vielen Großstädten, ist eine Industrie von schätzungsweise 20 Mio. E-Bikes pro Jahr entstanden. Das typische chinesische E-Bike ist im Erscheinungsbild eher einem Motorroller wie z.B. einer Vespa denn einem Fahrrad nachempfunden. Die Geschwindigkeit ist auf 25 km/h limitiert, ein Pedalantrieb ist in der Regel nur zum Notbetrieb oder als Steigungshilfe vorgesehen. Energiespeicher sind in der Mehrzahl der Fälle Bleiakkus, Li-Ionen-Batterien kommen nur in wenigen hochpreisigen Modellen zum Einsatz. Interessanterweise ist eine ähnlich explosionsartige Entwicklung in anderen bevölkerungsreichen asiatischen Ländern wie Indien oder Indonesien nicht zu beobachten. Dort dominieren benzingetriebene Kleinkrafträder, da keine Zulassungsbeschänkungen existieren.

 
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